Bausparvertrag

Paar sitzt in ihrer eigenen Wohnung, im Hintergrund Umzugskartons

Zu behaupten, der klassische Bausparvertrag wäre seit jeher und ohne Unterbrechungen für deutsche Verbraucher auf dem Weg zu den eigenen vier Wänden die erste Wahl, käme einem Euphemismus erster Güte gleich. Denn befasst man sich mit den Entwicklungen im Bereich des Bausparens, muss man ziemlich schnell erkennen, dass es um das Image des Bausparvertrages über einige Jahre hinweg nicht gerade gut stand. Für junge Berufstätige stand in Zeiten des Börsenbooms und der Hochzinsen fest: Bausparen ist eher etwas für konservative und spießige Anleger, während moderne Sparer eher auf riskantere, aber eben auch lukrativere Produkten setzten. Die Finanzkrise hat nun aber auch in diesem Punkt zur einer Art Rückbesinnung bei den Verbrauchern geführt. Gerade die jungen Bankkunden sind es aktuellen Auswertungen zufolge, sich sich vermehrt für den Bausparvertrag entscheiden, um zeitig mit den nötigen Vorbereitungen für den Bau des Eigenheims oder den Kauf einer Wohnimmobilie zu beginnen.

Beginn in jungen Jahren rentiert sich für Bausparer

Nach Einschätzungen von Insidern ist genau dieser früher Start der so genannten Ansparphase, der beim Bausparvertrag eine zentrale Rolle zukommt, der richtige Weg. Denn der Bausparvertrag ist eine durchaus interessante Geldanlage, wenn die Planung in sinnvoller Art und Weise in Angriff genommen wird – an dieser Tatsache hat auch die Wirtschaftskrise nur sehr bedingt etwas ändern können, wie beim Studium eines Bausparvertrag Vergleichs schnell feststellen lässt. Ein Grund für diese Chancen, die sich Sparern bieten, ist vor allem die gleichbleibende Ausrichtung der Bausparverträge verantwortlich – denn geändert hat sich an den Formaten im Grunde in den vergangenen Jahren nur sehr wenig. Als vorteilhaft erweist sich das Format zum Beispiel deshalb, weil schon im Alter von 16 mit der Sparphase begonnen werden kann.

Kleines Mädchen mit einem Sparschwein in der Hand

Das System ist recht schnell erklärt: Nehmen Verbraucher einen Bausparvertrag Vergleich vor, erfahren sich zunächst, dass es sich dem Konzept um eine Art Gemeinschaftssparvorgang handelt. Durch die Investition innerhalb einer Gruppe von Anlegern, die ihren Bausparvertrag bei einem Anbieter führen, sparen die Investoren mit größerer Geschwindigkeit. Dass diese bewährten Sparverträge zuletzt wieder so beliebt geworden sind, lässt sich auch darauf zurückführen, dass der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen hat, Bausparvorhaben mit der Förderung aus dem Bereich des Riester-Sparens zu kombinieren.

Bausparverträge auch als Geldanlage einsetzbar

Verbraucher, die sich für diese Sparvariante entscheiden, schließen ihren Vertrag bei einer Bausparkasse ab, mit der vor der Vertragsunterzeichnung eine bestimmtes Sparziel vereinbart werden muss. Der Anleger erbringt bei seinem Bausparvertrag allerdings nur einen Anteil, der in Prozenten der Gesamtsumme des Vertrages angegeben wird. An dieser Stelle kommt nun das so genannte Bauspardarlehen im Bausparvertrag Vergleich zur Sprache. Die Differenz zwischen Sparanteil der Kunden und der insgesamt vereinbarten Sparsumme wird durch die Bausparkasse als besagtes Bauspardarlehen zur Verfügung gestellt. Diese Vereinbarung führt dazu, dass die Sparer frühzeitig über die Gesamtsumme verfügen können, um ihren Bau-Traum in die Tat umzusetzen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt beim Bausparvertrag: Durch die jahrelange Ansparphase kann das Modell zwar ein guter Weg zur Eigenheimfinanzierung sein. Ebenso eignet sich der Bausparvertrag aber als „normale“ Geldanlage für die Finanzierung anderer Investitionsvorhaben, wenn die Ersparnisse vorzeitig abgerufen werden. Im Vergleich zu manch anderer derzeit wenig lukrativen Geldanlage können hier gute Ergebnisse erzielt werden. Dies gilt jedoch nicht für einen Bausparvertrag, der mit Riester-Förderung geführt wird. Soll ein solcher Vertrag vorab aufgelöst werden, müssen die Sparer die Fördersummen von Staat zurückzahlen. Die erzielbare Rendite bezieht sich also ausschließlich auf die vom Anleger selbst eingezahlten Beträge.

Welche Bausparsummen sind monatlich ratsam?

Die Antwort auf diese so bedeutende Frage können die Bausparer im Grunde nur selbst finden, wenngleich es viele Hinweise und Hilfestellungen zu der sinnvollen Planung gibt, wenn sich Verbraucher die Zeit nehmen, über einen Bausparvertrag Vergleich wichtige Informationen zur Thematik abzurufen. Als ideal werden im Normalfall Monatsraten in einem Bereich ab etwa drei Promille der als Sparziel angegebenen Gesamtsumme genannt. Wer über ein höheres Monatseinkommen verfügt, kann die Beträge problemlos auf bis zu zehn Promille der Sparsumme im Bausparvertrag erhöhen. Wichtig ist: Sparer sollten sich mit ihren Leistungen nicht finanziell übernehmen. Von Vorteil können höhere Einzahlungen pro Monat nichtsdestotrotz sein, vor allem wenn am Ende tatsächlich die Finanzierung einer Immobilie stehen soll.

Höhere Monatsraten bringen schneller ans Darlehenziel

Die Rechnung liest sich wie folgt: Erreichen Sparer zügig ihr selbst festgelegtes Sparziel, erreichen sie früher die erforderliche Sparsumme, die für die Vergabe der möglichst günstigen Baudarlehen im Zusammenhang mit dem Bausparvertrag angesetzt ist. Im Regelfall setzen die Bausparkassen etwa die Hälfte der jeweils angestrebten Bausparsumme voraus, damit die Sparer in den Genuss ihres Bauspardarlehens kommen können. Denn die goldene Regel bei der Zuteilung der Darlehen lautet, dass die Sparer durch höhere Einzahlungen Einfluss auf die Bewertungszahlen haben, über die die Bausparkassen diese Darlehenszuteilung regeln. Bessere Ergebnisse erhöhen die Chancen auf eine vorzeitige Bereitstellung der begehrten Bauspardarlehen, während Sparer mit geringeren Sparsummen und schlechteren Bewertungszahlen sich vermutlich noch eine Weile gedulden müssen, bis es endlich so weit ist.

In den meisten Fällen wird der Bausparvertrag als Weg zur Immobilienfinanzierung genutzt, daran ändert auch der Hinweis auf die Qualität als moderne Geldanlage nichts. Dass diese Einsicht bei den Verbrauchern gerade dieser Tage Einzug gehalten hat, hat einen guten Grund. Denn wer einen Bausparvertrag samt Bauspardarlehen für sich arbeiten lässt, sichert sich langfristig die Kreditkonditionen aus dem Moment, in dem mit dem Sparen begonnen wird. Und genau jetzt sind die Bedingungen auf dem deutschen Kreditmarkt extrem gut und verbraucherfreundlich. Sowohl die Zinssätze für das Darlehen wie auch die Dauer der Tilgung und die Raten der Tilgung stehen im Augenblick der Vertragsunterzeichnung fest.

Bild zeigt Hände, die ein aus Papier ausgeschnittenes Haus und Sparschwein halten

Auf diese Weise sollten Verbraucher im Prinzip all jene Kriterien bei der Produktauswahl zugrunde legen, auf die sie auch bei anderen Kreditmodellen als Basis der Auswahl vertrauen würden. Zu den wesentlichsten Aspekten gehört zum Beispiel die Möglichkeit, auch außer der Reihe Sondertilgungen vornehmen zu können, falls zu den monatlichen Raten zusätzliche Erstattungen möglich sind. Idealerweise sind solche Sondertilgungen wenigstens einmal pro Jahr kostenlos durchführbar. Noch besser ist es, wenn grundsätzlich kostenlos Extra-Zahlungen zulässig sind. Optimal ist das Bauspardarlehen laut Bausparvertrag dann, wenn sogar die gesamte Kreditsumme bei plötzlicher Mittelverfügbarkeit zurückgezahlt werden kann, ohne dass den Bausparern hohe Kosten entstehen.

Mithilfe eines Bausparvertrag Vergleich finden interessierte Anleger besonders zügig heraus, welche Anbieter von Experten als seriös eingestuft werden. Wie in allen Bereichen des Finanzmarktes gibt es auch beim Thema Bausparen schwarze Schafe in der Branche, um die Verbraucher einen großen Bogen machen sollten. Durch Ratings erfahren Verbraucher, welche Bausparkassen mit den besten Produkten auf dem Markt vertreten sind. Der ausführliche Bausparvertrag Vergleich sollte schon deshalb obligatorisch sein, weil in diesem Fall nicht nur eine Vertragsbindung für ein paar Jahre, sondern oft für ein bis zwei Jahrzehnte vorliegt. Ein Hinweis für ungeduldige Sparer: Wer es besonders eilig hat, kann auch so genannte Schnellspar-Bausparverträge nutzen, die ebenfalls bei einigen Kassen angeboten werden.

Bausparvertrag: Förderungen vom Bund für potentielle Eigenheimbesitzer

An anderer Stelle war von möglicher staatlicher Förderung für den Bausparvertrag die Rede. Es sei nochmals betont: Wer sich für Bausparen nach dem System Riester entscheidet, hat keine Gelegenheit, den Bausparvertrag als reine Geldanlage einzusetzen. Soll der Vertrag vorzeitig aufgelöst werden, fordert der Staat seine Fördergelder von den Sparern zurück. Übrig bleiben dann nur die Gelder, die der Sparer selbst in den Bausparvertrag eingezahlt hat.

Soll der Bausparvertrag aber wirklich kombiniert mit einem Bauspardarlehen geführt werden, ist die Riester-Förderung für die Anleger sehr wohl ein reizvolles Modell. Hier winkt den Sparern die staatliche Wohnungsbauprämie. Sie beläuft sich für Alleinstehende derzeit auf 512 Euro, jährlich 1024 Euro schießt der Staat bei Ehepaaren zu, die einen Bausparvertrag abschließen. Eine Bedingung gibt es für die Förderung jedoch: Die Zuschüsse zum Bauspardarlehen gibt es nur, wenn die die Immobilien später wohnwirtschaftlich genutzt werden. Das heißt laut Bausparvertrag Vergleich, dass die Förderung auch dann möglich ist, wenn der Wohnraum renoviert oder modernisiert werden soll.

Abschließend bietet der Bausparvertrag noch eine weitere wichtige Information, die vor allem für Arbeitnehmer eine Rolle spielt. Sie können nämlich bei Vorliegen einer abhängigen Beschäftigung einen zusätzlichen Zuschuss vom Staat in Form der Arbeitnehmersparzulage erhalten. Grundvoraussetzung für dieses Extra ist die Einbindung der so genannten Vermögenswirksamen Leistungen in den Bausparvertrag und das Bauspardarlehen. Auf diesem Wege können jährlich maximal weitere 470 Euro als Fördersumme eingebracht werden.

Der Bausparvertrag ist – das zeigen die vorangegangenen Informationen – alles andere als ein verstaubtes Überbleibsel aus früheren Zeiten. Vielmehr erweist sich der Sparvertrag samt Bauspardarlehen immer häufiger als zukunftsorientiertes Konzept, um sicher und mit Unterstützung des Staates nach einigen Jahren ins eigene Haus oder die eigene Wohnung einziehen zu können.