Baudarlehen Vergleich

* bonitätsunabhängiger Zinssatz

Der Traum vom eigenen Zuhause verbindet viele Deutsche. Ganz gleich, ob das persönliche Wunschheim ein Einfamilienhäuschen mit eigenem Garten auf dem Land, eine Doppelhaushälfte in der idyllischen Vorstadt oder die Eigentumswohnung inmitten der pulsierenden Großstadt sein soll – in den meisten Fällen benötigt man für den Kauf oder Bau einer Immobilie eine stattliche Summe, die wohl nur wenigen Menschen direkt zur Verfügung steht. Durch das hohe Investitionsvolumen, das ein Eigenheim mit sich bringt, greifen immer mehr zukünftige Hausbesitzer auf Fremdkapital von der Bank in Form eines Baudarlehens zurück. In Zeiten der aktuell historisch niedrigen Bauzinsen stehen die Chancen auf eine günstige Baufinanzierung besser denn je. Ein Baudarlehen Vergleich hilft dabei, eine passende Finanzierung für die ganz persönlichen Wünsche und Anforderungen zu finden.

Vom Hauskauf bis zur Modernisierung – Nutzungsmöglichkeiten von Baudarlehen

Anders als ein regulärer Ratenkredit, über die der Kreditnehmer meist frei verfügen und der für die verschiedensten Vorhaben genutzt werden kann, ist ein Baudarlehen in der Regel zweckgebunden. Es darf nur für wohnwirtschaftliche Zwecke genutzt werden: Dazu gehört ein Immobilienkauf genauso wie der Bau eines Hauses, aber auch eine Modernisierung oder Sanierung.

Innerhalb der Grenzen dieser Zweckgebundenheit kann ein Baudarlehen, das durch seinen Namen den Eindruck erwecken könnte, dass es ausschließlich für den Hausbau genutzt werden kann, für verschiedene Wünsche genutzt werden und ist gewöhnlich nicht auf Wohnimmobilien beschränkt. Auch die vielen existierenden Synonyme, darunter Immobilienkredit, Hypothekendarlehen oder auch Baugeld, weisen auf die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten hin:

  • Hausbau: Einer der häufigsten Gründe für die Aufnahme einer Immobilienfinanzierung ist wohl der Bau eines eigenen Hauses. Eine genaue und vor allem realistische Kalkulation der benötigten Darlehenssumme ist dabei besonders wichtig, um das Bauvorhaben auch problemlos und zufriedenstellend beenden zu können.
  • Immobilienkauf: Auch für den Kauf einer Immobilie kann ein Baudarlehen genutzt werden. Wer eine Bestandsimmobilie im Auge hat und deshalb einen Baukredit aufnehmen möchte, sollte dabei beachten, ob das Wunschgebäude saniert oder modernisiert werden muss und diese Kosten in seine Kalkulation einrechnen.
  • Kauf einer Eigentumswohnung: Auch für eine Wohnung muss man zuweilen tief in die Tasche greifen, besonders wenn die Lage ansprechend sein soll. Auch hier kann ein Baudarlehen bei der Finanzierung helfen. Eventuell anfallende Kosten für eine Sanierung oder Modernisierung sollten eingeplant werden.
  • Kauf einer Ferienimmobilie: Ein Hauskauf im Ausland gestaltet sich meist etwas komplizierter als innerhalb Deutschlands. Trotzdem kann es sich lohnen, eine Baufinanzierung bei einer deutschen Bank abzuschließen. Auf diese Wiese gelten bei der Finanzierung die deutschen Regelungen.
  • Immobilie als Mietobjekt: Nicht jedes Baudarlehen wird für eine selbst bewohnte Immobilie aufgenommen. Genauso kann man auch Objekte finanzieren, die man vermieten möchte. Zukünftige Vermieter sollten sich bei der Planung und Kalkulation nicht ausschließlich auf die zu erwartenden Mietzahlungen verlassen und darauf achten, dass sie die anfallenden Raten im Notfall auch selbst aufbringen können. Sonst können Leerstände oder zu spät zahlende Mieter schnell zu finanziellen Schwierigkeiten führen.
  • Investition in Gewerbeimmobilien: Immobilien, die nicht als Wohneigentum, sondern für ein Gewerbe genutzt werden können, können eine lukrative Anlagemöglichkeit sein, bergen aber auch ein gewisses Risiko. Die Finanzierung gewerblich genutzter Gebäude unterscheidet sich deshalb von privaten Baudarlehen. So bieten Banken teilweise Immobilienkredite, die extra für Arztpraxen, Bürogebäude oder Immobilien für den Einzelhandel genutzt werden können.
  • Modernisierung: Mit der Fertigstellung der Immobilie beziehungsweise der Unterschrift auf dem Kaufvertrag ist man Besitzer eines Eigenheims. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man ab sofort nie wieder mit Kosten rechnen muss. Im Gegenteil, die eigene Immobilie will instandgehalten werden. Stehen größere Umbauten oder Modernisierungen an, eignet sich ebenfalls ein Baudarlehen für deren Finanzierung.
  • Sanierung: Kauft man eine alte Bestandsimmobilie, müssen häufig Sanierungen vorgenommen werden. Dabei handelt es sich um alle baulichen Maßnahmen, die ein Gebäude wieder gebrauchsfähig und bewohnbar machen. Auch dafür vergeben Banken Darlehen, mit denen die oft teuren Reparaturen und Umbauten finanziert werden können.

Worauf sollte man bei der Wahl eines Baudarlehens achten?

Der Kauf oder Bau einer Immobilie, ganz gleich, ob als eigenes Zuhause, zu Vermietungszwecken oder als Kapitalanlage und Altersvorsorge, ist in aller Regel eine große Investition. Dementsprechend hoch fällt auch meist der Darlehensbetrag aus. Während ein regulärer Konsumentenkredit bei manchen Banken bereits ab Summen von 500 bis 1.000 Euro aufgenommen werden kann, startet eine Baufinanzierung häufig erst ab mehreren zehntausend Euro. Je höher der aufgenommene Kreditbetrag, desto länger auch oft die Laufzeit. Viele Kreditnehmer begleitet ihr Baudarlehen viele Jahre, sogar Jahrzehnte. Allein aus diesem Grund sollte man die Wahl seines Darlehens und des passenden Anbieters keinesfalls überstürzen, sondern sich zuvor genau informieren und die Entscheidung durchdacht treffen.

Wer noch ganz am Anfang des Finanzierungsprozesses steht, weiß aufgrund der Informationsflut und der zahlreichen Angebote vielleicht zunächst gar nicht, wo er anfangen soll. Geht man jedoch Schritt für Schritt vor, ist das passende Baudarlehen schnell gefunden. Folgende Punkte spielen im Zusammenhang mit dem Immobilienkredit eine große Rolle:

  • Eigenkapital
  • Darlehenshöhe
  • Laufzeit
  • Zinsen
  • Ratenhöhe

Eigenkapital

Beleihung

Im Zusammenhang mit Baudarlehen hört man häufig den Begriff Beleihung. Wenn sie ein Darlehen vergibt, verlangt die Bank Sicherheiten. Bei Baufinanzierungen handelt es sich dabei in der Regel um das zu finanzierende Objekt. Bei der Beleihung wird die Bank erstrangig als Gläubiger ins Grundbuch eingetragen und erhält im Falle einer Zwangsversteigerung als erstes ihr Geld zurück. Abhängig vom verfügbaren Eigenkapital kann die Immobilie zu einem bestimmten Prozentsatz beliehen werden. Je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer der Beleihungssatz. Häufig haben Banken jedoch eine Beleihungsgrenze festgelegt, über die sie nicht hinausgeht. Diese bestimmt dann auch den höchstmöglichen Darlehensbetrag.

Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung? Aus welchen Quellen – Bausparvertrag, Festgeld oder Anlage in Wertpapiere – dieses stammt, spielt keine Rolle. Nur die Höhe des Eigenkapitals ist wichtig für die Berechnung des benötigten Darlehensbetrages. Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben oder den Kauf minus das vorhandene Eigenkapital ergeben den Nettodarlehensbetrag. Obgleich einige Banken eine Vollfinanzierung anbieten, die eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich macht, empfehlen Experten in der Regel Eigenkapital in Höhe von mindestens 20 % – im besten Fall auch mehr – einzubringen.

Darlehenshöhe

Die Höhe des benötigten Darlehens hängt natürlich in erster Linie von der zu finanzierenden Wunschimmobilie ab. Je besser deren Lage, je größer die Wohnfläche, je umfangreicher die eventuell notwendigen Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten, desto höher fällt die der gewünschte Darlehensbetrag aus. Einfluss darauf nimmt außerdem das selbst angesparte Eigenkapital sowie die Beleihung. Grundsätzlich sollte die Darlehenshöhe genau kalkuliert werden – dabei dürfen auch Punkte wie anfallende Nebenkosten nicht vergessen werden. Ein zu hoher Kredit kann unnötige Zinskosten verursachen, ein zu niedriger das gesamte Projekt gefährden.

Laufzeit

Die Laufzeit eines Baudarlehens ist oft länger als die eines niedrigeren Ratenkredits. Immerhin muss eine deutlich höhere Summe abgezahlt werden. Laufzeiten bis zu 20 Jahren gehören bei Immobilienfinanzierungen zum Alltag. Manche Banken überbieten dies sogar. Während dieser Zeit ist der Sollzins in der Regel gebunden, verändert sich also nicht. Als Darlehensnehmer sollte man bedenken, dass die Länge der Laufzeit Einfluss auf angebotenen Zinssatz hat. Es ist außerdem ratsam, das Darlehen so zu planen, dass es spätestens zum Eintritt in die Rente abbezahlt ist, wenn das regelmäßige Einkommen wegfällt.

Zinsen

Ganz oben auf der Wunschliste stehen für viele Kreditnehmer günstige Zinsen. Immerhin können diese die Kosten für das Baudarlehen ganz schön in die Höhe treiben. Auch Hypothekenzinsen sind in der Regel dem aktuellen Zinsniveau angepasst. Den Anbieter mit den günstigsten Zinsen kann man am besten durch einen Zinsvergleich finden. Dabei werden in der Regel zwei verschiedene Zinssätze angegeben: Effektiver Jahreszins und Sollzins. Besonderes Augenmerk sollte auf dem effektiven Jahreszins liegen. Dieser beschreibt die jährlichen Gesamtkosten des Kredits, nicht ausschließlich die Zinskosten. Auf dieser Basis kann ein Vergleich verschiedener Angebote stattfinden. Jedoch sollte man allein aufgrund der Höhe und der häufig über mehrere Jahre andauernden Laufzeit des aufgenommenen Darlehens auch darauf achten, dass nicht nur die Zinsen stimmen, sondern auch die weiteren Konditionen bedenken.

Ratenhöhe

Die Ratenhöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab: Vom Darlehensbetrag selbst, der Höhe der Zinsen sowie von der Länge der Laufzeit. Trotzdem sind die Raten entscheidend. Bevor man ein Baudarlehen abschließt, sollte man genau berechnen, wie hoch die Raten maximal sein sollten. Sie sollten in jedem Fall auch langfristig möglichst problemlos bezahlt werden können, um Schwierigkeiten mit der Rückzahlung von vornherein ausschließen zu können. Ist dieser Punkt genau kalkuliert und geplant, kann man Raten- beziehungsweise Tilgungsrechner nutzen. Viele Anbieter, darunter die Interhyp oder die ING-DiBa, bieten Rechner, die die Höhe der einzelnen Raten bereits vor Abschluss des Darlehens anzeigen, sodass die Rahmenbedingungen des Darlehens so angepasst werden können, dass die Wunschrate herauskommt.

Baudarlehen: Formen und Kreditarten

Ein Baudarlehen bedeutet eine große finanzielle Verantwortung. Die oft hohe Darlehenssumme will in möglichst kurzer Zeit und zu möglichst günstigen Zinsen abgezahlt werden. Mit einer Finanzierung, die optimal auf die eigenen Ansprüche, Ziele und Möglichkeiten zugeschnitten ist, kommt man diesem Wunsch oft einen Schritt näher. Um das für sich beste Baudarlehen zu finden, ist eine genaue Information vorab meist unumgänglich. Dazu gehört auch das Wissen um die verschiedenen Formen des Baudarlehens.

Annuitätendarlehen

Die meisten Baudarlehen werden in Form eines Annuitätendarlehens vergeben. Dieses zeichnet sich vor allem durch eine feste Zinsbindung, die über die gesamte Laufzeit hinweg besteht, sowie eine gute Planbarkeit aus: Die Raten, mit denen der Baukredit zurückgezahlt wird, sind immer gleich hoch. Sie setzen sich dabei zu immer unterschiedlichen Teilen aus einem Tilgungsanteil, mit dem das Darlehen abgezahlt wird, und einem Zinsanteil, mit dem die anfallenden Zinsen beglichen werden, zusammen. Zu Beginn der Rückzahlung ist der Zinsanteil in der Regel noch deutlich höher als der Tilgungsanteil. Mit fortschreitender Tilgung und Laufzeit ändert sich jedoch die Verteilung. Der Zinsanteil, der immer wieder auf die verbleidende Restschuld berechnet wird, sinkt kontinuierlich, während der Tilgungsanteil steigt.

Variables Darlehen

Während das Annuitätendarlehen in der Regel mit einer festen Sollzinsbindung verbunden ist, der Zins sich also während der Zinsbindungsfrist nicht ändert, ist dies bei einem variablen Darlehen nicht der Fall. Hier orientiert sich der Zins am jeweils aktuellen Zinsniveau. Das bedeutet, der Zins kann sich während der Laufzeit ändern, er wird regelmäßig angepasst. Sinkt das Zinsniveau, sinkt auch der Darlehenszins. Dies passiert jedoch umgekehrt genauso, wenn die Zinsen steigen. Diese Darlehensart ist dadurch zwar sehr flexibel, ist jedoch nicht gut planbar. Deshalb eignen sich variable Darlehen besonders für kurzfristig angelegte Immobilienfinanzierungen, wenn man beispielsweise schon bei Kauf oder Baubeginn mit der baldigen Auszahlung einer größeren Summe rechnet. Teilweise bieten Kreditinstitute auch die Möglichkeit, ein variables Darlehen zu bestimmten Zeitpunkten in ein Annuitätendarlehen umzuwandeln.

Endfälliges Darlehen

Ein endfälliges Darlehen ist ein Kredit, bei dem die gesamte Darlehenssumme am Ende der Laufzeit auf einmal zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit fallen lediglich die fälligen Zinszahlungen an. Diese Art des Darlehens wird gerne in Kombination mit einer Kapitallebensversicherung oder einem Bausparvertrag vergeben, in die während der Laufzeit eingezahlt wird. Die so angesparte Summe kann dann zur Tilgung des Darlehens genutzt werden. Ein endfälliges Darlehen kann sich für Besitzer vermieteter Immobilien lohnen, die die anfallenden Zinsen oft steuerlich absetzen können.

Anschlussfinanzierung

Umschuldung

Von einer Umschuldung spricht man, wenn ein Kreditnehmer einen neuen, günstigeren Kredit mit besseren Konditionen aufnimmt und damit ein altes Darlehen ablöst. Besonders in Zeiten eines geringen Zinsniveaus ist es auf diese Weise möglich, viel Geld zu sparen. Wer eine Anschlussfinanzierung benötigt, erhält häufig ein Nachfolgeangebot von seinem jeweiligen Kreditinstitut. Es besteht jedoch immer die Chance, durch eine Umschuldung noch günstigere Konditionen bei einer neuen Bank zu erhalten. Diese Möglichkeit sollte deshalb geprüft werden.

Eine Baufinanzierung wird in der Regel über eine recht hohe Summe abgeschlossen, die zum Ende der Laufzeit des Darlehens oft noch nicht zurückgezahlt ist. Immerhin kann sich bei weitem nicht jeder ein Volltilgerdarlehen leisten, bei dem die Raten so hoch gewählt werden, dass das Darlehen in einem Durchgang vollständig getilgt wird. Aus diesem Grund ist in vielen Fällen eine sogenannte Anschlussfinanzierung nötig, um die verbleibende Restschuld zu begleichen. Bauherren und Hauskäufer sollten sich rechtzeitig um eine Anschlussfinanzierung kümmern, um sich nicht nur günstige Zinsen und attraktive Konditionen zu sichern, sondern vor allem, um nicht in Rückzahlungsschwierigkeiten zu kommen, wenn die Tilgung des ersten Baudarlehens fällig wird. Dabei hat man entweder die Möglichkeit, die Anschlussfinanzierung über die gleiche Bank laufen zu lassen wie das erste Darlehen oder aber zu einer anderen Bank zu wechseln. Wer frühzeitig plant, kann sich in aller Ruhe informieren und mit einem Darlehensrechner und etwas Recherche das für sich beste Angebot finden.

Forward Darlehen

Wer ein Baudarlehen aufnimmt und innerhalb der nächsten Jahre eine Anschlussfinanzierung benötigt, hat in Zeiten niedriger Bauzinsen eine besondere Möglichkeit: Ein Forward Darlehen. Dieses ermöglicht es Kreditnehmern, sich günstige Zinsen bis zu fünf Jahre im Voraus zu sichern. Das bedeutet, sie schließen eine Anschlussfinanzierung für die Zukunft zu einem aktuellen Zinssatz ab. Dieser ist dann gültig, steigende Zinsen in der Zukunft haben keinen Einfluss darauf. Ein gewisses Restrisiko bleibt dennoch – die Zinsen könnten noch weiter sinken. In diesem Fall muss man das Forward Darlehen in der Regel dennoch in Anspruch nehmen.

Möchte man die aktuelle Niedrigzinsphase nutzen und benötigt in den nächsten ein bis fünf Jahren eine Anschlussfinanzierung, kann man mit einem Forward Darlehen sicherlich profitieren. Auch hier gilt es jedoch, sich zu informieren und mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. Ein Forward Darlehen Vergleich kann nicht nur dabei helfen, den Anbieter mit den günstigsten Zinsen zu finden, sondern auch einen ersten Überblick verschaffen, anhand dessen man einen genaueren Blick riskieren kann. Denn nicht nur die Zinsen, sondern auch die weiteren Konditionen sind wichtig.

Tilgung beim Hauskauf oder -bau: Darlehen schnell und sicher abzahlen

Die Aufnahme einer Baufinanzierung hat in den meisten Fällen einen großen Einfluss auf die eigenen Finanzen. Ganz gleich wie hoch ein Kredit ausfällt, man sollte immer genau kalkulieren: Schließlich muss er zuverlässig zurückgezahlt werden. Vor allem bei sehr hohen Beträgen, durch die sich ein Baudarlehen oft auszeichnet, sollte man die anfallenden Raten auch langfristig zahlen können. In aller Regel überprüft natürlich auch die Bank, ob der Antragsteller kreditwürdig ist, indem sie beispielsweise Informationen über dessen Bonität bei der SCHUFA einholt, doch letztendlich liegt es in der Verantwortung des Kreditnehmers, den Baukredit vollständig tilgen zu können.

Wer sich erstmals mit der Tilgung eines Kredits beschäftigt, stößt in diesem Zusammenhang auf verschiedene Begriffe, die vor allem für Laien zunächst vielleicht nicht ganz klar sind:

  • Tilgung: Spricht man von Tilgung, so ist damit die Rückzahlung eines Darlehens an den Darlehensgeber gemeint. Diese findet meist in regelmäßigen Zahlungen statt. Die Höhe der Tilgung steht in engem Zusammenhang mit der Laufzeit des jeweiligen Kredits sowie der Höhe der Rate.
  • Tilgungssatz: Unter Tilgungssatz versteht man die vom Kreditnehmer zu erbringende Tilgung für das Darlehen. Der Tilgungssatz wird in der Regel als pro Jahr zu entrichtender Prozentsatz auf den Darlehensbetrag angegeben. Bei Annuitätendarlehen bezieht sich der Ausdruck auf die anfängliche Tilgung, die beim Abschluss festgelegt wird. Wählt man hier beispielsweise eine Tilgung von 10 %, so bedeutet dies, dass zum Ende der Laufzeit 10 % der Kreditsumme getilgt wurde.
  • Tilgungsplan: Nimmt man ein Baudarlehen auf, kann man schnell den Überblick verlieren. Wann muss welcher Betrag gezahlt werden? Wie hoch ist die aktuelle Restschuld? Wie hoch sind der Zinsanteil und der Tilgungsanteil der aktuellen Rate? All diese Fragen können ganz einfach mit einem Blick in den Tilgungsplan beantwortet werden. Kreditinstitute erstellen diesen in der Regel für jeden Kunden, um diesen über den planmäßigen Verlauf der Darlehensrückzahlung zu informieren. Wer den Tilgungsplan nicht automatisch erhält, kann ihn bei der Bank anfordern.
  • Sondertilgung: Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige, zusätzliche Zahlung, die über die vereinbarte Tilgung hinausgeht. Sondertilgungen sind nicht bei jedem Anbieter möglich. Ist die Option auf Sondertilgungen im Darlehensvertrag vereinbart, sind sie häufig in ihrer Höhe begrenzt. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie nutzen – wird das Darlehen auf diese Weise doch schneller abgezahlt. Die Chance bietet sich immer dann, wenn mehr Geld zur Verfügung steht als geplant; zum Beispiel in Form einer Erbschaft oder als Gehaltsbonus.

Kosten bei Baudarlehen: Woran sollte man denken?

Der große Schritt ins eigene Zuhause ist nicht nur mit Vorfreude, Aufregung und viel Arbeit verbunden. Auf den zukünftigen Hausbesitzer kommen auch einige Kosten zu. Allein die Tilgung des Baudarlehens, das häufig aufgenommen werden muss, nimmt oft einen nicht unerheblichen Teil des monatlich verfügbaren Budgets ein. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, genau zu kalkulieren und zu planen. Es gilt, auch versteckte Kosten zu identifizieren, um unschöne Überraschungen weitestgehend zu vermeiden.

Kosten, die vor Abschluss bedacht werden sollten

Bevor man ein Baudarlehen aufnimmt, muss die Darlehenssumme festgelegt werden. Hier sollte man nicht nur vom Kaufpreis oder den Kosten für das Bauvorhaben ausgehen, sondern auch Nebenkosten mit einrechnen. Dazu gehören beispielsweise Maklergebühren, Notarkosten (wie beispielsweise für die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch), die Grunderwerbsteuern oder Kosten für notwendige Versicherungen.

Kosten, die durch die Baufinanzierung entstehen können

Der größte Kostenfaktor eines Baukredits ist recht offensichtlich: Die anfallenden Zinsen. Um diese möglichst gering zu halten, bietet es sich bereits bei der Wahl eines Darlehens an, einen Zinsrechner zu nutzen. Auf diese Weise ist der Anbieter mit dem geringsten Zinssatz schnell gefunden. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Höhe der Raten so hoch wie möglich zu wählen. Je schneller das Baudarlehen abgezahlt wird, desto weniger Zinsen müssen auch gezahlt werden.

Ein weiterer Kostenfaktor können auch Bereitstellungszinsen sein, die in der Zeit zwischen Abschluss und Inanspruchnahme des Darlehens anfallen können. Auch Sondertilgungsgebühren können bei manchen Banken entstehen. Eine Bearbeitungsgebühr fällt dagegen nur bei den wenigsten Anbietern an. Trotzdem ist es sinnvoll, sich hier beim eigenen Kreditinstitut rückzuversichern.

Staatliche Förderung bei Baufinanzierungen

Ein Eigenheim ist teuer – das weiß auch der Staat und bietet Kreditnehmern deshalb Unterstützung an. So vergibt die staatliche Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) beispielsweise Darlehen, die dank staatlicher Fördermittel oft günstigererhalten werden können. Die KfW bietet verschiedene Förderprogramme, die Hauskäufer und Bauherren bei ihrem Vorhaben unterstützen sollen. Dazu gehören Programme, die den Bau oder Kauf von Wohneigentum, den Bau oder Kauf von energieeffizienten Häusern, energieeffiziente Sanierung oder auch altersgerechte Umbauten fördern.

Weitere staatliche Zuschüsse kann man auch über Wohn-Riester erhalten. In diesem Fall wird die Tilgung des Baudarlehens vom Staat bezuschusst. Um zu profitieren, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Eine andere Möglichkeit der Förderung besteht durch regionale Fördermittel. Die verschiedenen Bundesländer bieten Unterstützungen für unterschiedliche Vorhaben – die Fördergelder kommen hier häufig besonders Familien mit Kindern zugute.

Baudarlehen vorzeitig kündigen

Wer sein Baudarlehen vor mehreren Jahren abgeschlossen hat, ärgert sich jetzt vielleicht über die nun deutlich günstigeren Zinsen. Dennoch sollte man eine vorzeitige Kündigung des Kredits gut durchdenken. Banken lassen sich eine vorzeitige Ablösung häufig mit einer Vorfälligkeitsentschädigung teuer bezahlen. Die Höhe dieser Entschädigung kann die Bank selbst bestimmen. Die genauen Gründe für die Kündigung spielen dabei keine Rolle.

Kreditnehmer haben trotzdem Möglichkeiten, ihr Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit zu kündigen. So können sie beispielsweise von dem gesetzlichen Kündigungsrecht nach zehn Jahren Gebrauch machen. Hier kann das Baudarlehen nach zehn Jahren mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Anders sieht es bei variablen Darlehen aus. Diese können in der Regel jederzeit zu bestimmten Zeitpunkten gekündigt werden.

Vergleich: Baufinanzierung mit optimalen Konditionen finden

Baukredit Vergleich: Was hat es mit dem repräsentativen Beispiel auf sich?

Wer einen Darlehensrechner nutzt, wird unter jedem Angebot ein repräsentatives Beispiel bemerken. Dieses ist gesetzlich vorgeschrieben und zeigt beispielhaft die Rahmenbedingungen des angezeigten Kredits. Grundlage muss dabei ein Zinssatz sein, der mindestens zwei Drittel aller zustande gekommenen Verträgen zugrunde liegt.

Der erste Schritt in Richtung Eigenheim besteht für viele darin, den großen Pool der Anbieter zu durchforsten. Auf den ersten Blick mag dies sehr zeitaufwändig scheinen – das muss allerdings nicht sein: Ein Baugeld Vergleich stellt online verschiedene Angebote einander gegenüber. Anhand bestimmter Konditionen ermöglicht dies einen direkten Baukredit Vergleich auf einen Blick. Häufig stehen dabei Effektivzins und Ratenhöhe im Fokus. Auf diese Weise kann man das sehr breite Angebot auf einige wenige Kreditgeber eingrenzen und sich mit diesen noch genauer auseinander setzen.

Nutzt man einen Kreditrechner, werden in der Regel verschiedene Daten abgefragt. Auf deren Basis erhält man ein individuelles und passendes Ergebnis für die ganz persönliche Situation. Bei einem Baufinanzierungsrechner handelt es sich dabei in der Regel um den benötigten Nettodarlehensbetrag, die gewünschte Laufzeit, die Höhe der erforderlichen Beleihung sowie der erwünschte Tilgungssatz. Oft ist es auch möglich, die eigene Postleitzahl anzugeben, um auch von regionalen Angeboten profitieren zu können.

Hat man ein passendes Baudarlehen über den Finanzierungsrechner gefunden, kann man dieses in der Regel auch direkt online beantragen. Hier wird man auf die Website der betreffenden Bank weitergeleitet, wo man sich gewöhnlich ein individuelles, unverbindliches Angebot erstellen lassen kann. Details und genaue Rahmenbedingungen werden in der Regel in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Mitarbeiter des Kreditinstituts geklärt.

Bestes Baudarlehen durch Recherche und Anbietervergleich

Wer nicht länger mieten, sondern auf (Wohn-) Eigentum umsteigen möchte, muss viele Entscheidungen treffen: Soll es ein Neubau sein oder ein bereits bestehendes Haus? Möchte man selbst darin wohnen oder soll die Immobilie vermietet werden? Sind diese Fragen beantwortet, geht es an die Finanzierung der Traumimmobilie: Wie teuer wird der Bau oder Kauf? Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung? Wird ein Baudarlehen benötigt und wenn ja, wie hoch sollte die Kreditsumme sein?

Viele zukünftige Hausbesitzer benötigen beim Kauf oder Bau Darlehen. Die Finanzierung einer Immobilie ist häufig eines der größten finanziellen Vorhaben und Verpflichtungen, die man in seinem Leben eingehen kann. Aus diesem Grund sollte die Entscheidung für ein bestimmtes Angebot genau durchdacht und gut kalkuliert sein. Je besser das Darlehen auf die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten ist, desto höher die Chance auf eine zufriedenstellende Baufinanzierung. Vergleich und Bewertung verschiedener Anbieter findet man am schnellsten online. Zusätzlich kann man sich hier auch über Ratgeber genauer in das Thema Baudarlehen einlesen. Bei der Wahl einer bestimmten Bank können auch Anbietertests helfen, die beispielsweise immer wieder von dem Verbrauchermagazin Finanztest der Stiftung Warentest durchgeführt werden.